Zeitungsartikel - Hauswirtschafter brauchen Nachwuchs
Projekt des Vorbereitunsgslehrganges zur Meisterin in der Hauswirtschaft in München "Hauswirtschafter brauchen Nachwuchs"
Text des Zeitungsartkikel:
Sie arbeiten in Seniorenwohnheimen, bei Catering-Firmen, in Privathaushalten, Kindertagesstätten oder im Hotel. Trotzdem fristen Hauswirschafter ein Schattendasein: Das Berufsbild ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Dies zu ändern und gleichzeitig Nachwuchs zu rekrutieren, hat sich der Berufsverband Meister und Meisterinnen der Hauswirtschaft zum Ziel gesetzt. Bei einem Informationstag konnten sich Hauptschüler am Donnerstag im Hansa-Haus über die Möglichkeiten informieren, die ihnen dieser Ausbildungsberuf bietet. "Man ist ein Allrounder, was die Betreuung und Versorgung von Personen angeht", erklärte Margarete Engel, Vorsitzende des Berufsverbandes, den Schülern. Manuela Trübenbach, die seit 18 Jahren als Hauswirtschafterin arbeitet, berichtete von ihren Aufgaben in einen gehobenen Drei-Personen-Haushalt am Chiemsee: "Ich mache dort einfach alles, einkaufen, kochen, putzen, Botengänge erledigen". Dass der Beruf keine reine Frauendomäne ist, zeigten die vielen männlichen Schüler, die sich für die Informationsstände interessierten.
Der 13-jährige Mario Angelo ließ sich die Fleckentfernung auf einem schmutzabweisenden Teppich zeigen. "Unsere Schule hat uns dazu verpflichtet, aber ich würde es sofort auch freiwillig machen", sagte der Siebtklässler, der später am liebsten in einem Hotel arbeiten möchte.
Der Bedarf an Auszubildenden ist laut Verband groß- auch wenn die Lehre, die man in einer Berufsschule oder einer Berufsfachschule machen kann, unter Schulabgängern eher unbekannt ist. Am Donnerstag, 25. März 2010, findet im Bayerischen Landtag eine Veranstaltung zum gleichen Thema statt. Anlässlich des Welttages der Hauswirtschaft wird auch dort über die Tätigkeit referiert. Auszubildende verdienen laut Tarifvertrag im ersten Lehrjahr 600 Euro und im ersten Berufsjahr 1600 Euro.
Steve Przybilla
